Café Toscana
Die Entstehungszeit
1897 kaufte Friedrich Louis Köhler das soeben fertiggestellte Eckhaus der städtischen Häuserzeile am alten Dorfanger von Blasewitz, dem heutigen Schillerplatz, und richtete darin einen Kaffeeausschank und eine Kaffeerösterei ein.
Die Blütezeit
1906 übernahm dann der sehr erfolgreiche Konditormeister Hugo Zimmermann das Geschäft, erweiterte es um eine Backstube und benannte sein Café etwas provokativ nach der Kronprinzessin Luisa von Toscana, die im Dezember 1902 vom sächsischen Hof geflohen war. Von Anfang an lief das Café außergewöhnlich gut – so gut, dass der erste Betreiber, Louis Köhler, jahrelang nicht einmal die Zeit fand, seiner Mutter einen Besuch abzustatten und sie stattdessen nach Blasewitz einlud.
Die DDR-Zeit
Die Hochzeit der DDR war gleichzeitig der Niedergang des Café Toscana. Auch in der Zeit der Güterknappheit war das Toscana dennoch über viele Jahre eine gute Adresse. Nach und nach verschlechterte sich aber die Bausubstanz. So musste zum Beispiel der Wintergarten geschlossen und die Backstube ausgelagert werden. Auch die alte Fangemeinde blieb mit der Zeit aus. 1989 schloss das Café Toscana.
Das Café heute
Im Jahr 1992 übernahm die Familie Eisold das Café Toscana und investierte viel Zeit und Geld, um der alten Grande Dame der Dresdener Cafélandschaft wieder zu alter Schönheit zu verhelfen.




