• Cafe Toscana

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Café Toscana

Die Renaissance des Kaffeehauses

Unser Cafe

Unser Café Toscana ist eine Dresdner Institution. Seit über 100 Jahren trifft man sich hier, um in gediegenem Ambiente Kaffee zu trinken, Freunde zu treffen, Erlesenes aus der Konditorei oder eine herzhafte Speise zu genießen. Ob Jung oder Alt: Ein Besuch im Café Toscana ist ein Erlebnis.

Beste Lage – erhabener Ausblick

Das Eckhaus Schillerplatz 7 thront über dem Elbufer und liegt direkt zu Füßen des Blauen Wunders, einem der markantesten Wahrzeichen der Stadt. Von der Terrasse bietet sich unseren Gästen ein erhabener Blick auf Elbe und Brücke, auf die Loschwitzer Elbhänge mit ihren Villen und auf die historischen Seilbahnen.

Klassisch modern

Elegant, stilvoll und am historischen Vorbild ausgerichtet, präsentiert sich die Inneneinrichtung. Eine Drehtür am Eingang, feines Facettenglas, restaurierte Sandsteingewände und edle Tapeten erinnern an die Kaffeehaus-Kultur des frühen 20. Jahrhunderts – während Mobiliar, Design-Accessoires und Bilder frische Akzente setzen.

Von der Sahnetorte bis zum frischen Salat

Erster Anlaufpunkt für Genießer ist unsere Konditoreitheke: Hier finden Sie eine reiche Auswahl an Kuchen, Torten und süßen Kunstwerken mit edlen Cremes, Sahne und Marzipan. Neben einer bunten Palette aus Konditorei, Pâtisserie und Confisèrie bieten wir unseren Gästen aber auch herzhafte Speisen, Salate und Snacks – sowie eine Getränkekarte, die vom kräftigen Espresso bis zum gesunden Smoothie alles bietet, was das Herz begehrt.

Besonderheiten im Überblick

  • Balkonterrasse mit Blick auf die Elbe und das Blaue Wunder
  • Kaffee, Tee, Schokolade, Milch und Eier in Bio-Qualität
  • umfangreiches Konditoreiangebot
  • wöchentlich wechselnde, frische Smoothies
  • frisch gepresste Säfte zum Selbst-Mixen
  • feinste, hausgemachte Pralinen
  • Außer-Haus-Verkauf von Konditoreiwaren
  • Sächsische Weine im Ausschank
Chronik

Friedrich Louis Köhler –
 Der erste Herr am Schillerplatz Nr. 7


Am 15. April 1897 kaufte der Restaurateur und Eiskellereibesitzer Friedrich Louis Köhler das neu errichtete Eckhaus der Häuserzeile am Schillerplatz, direkt an der damaligen „König-Albert-Brücke“. Die Brücke war die fünfte der Dresdner Elbbrücken und wurde erst vier Jahre zuvor fertiggestellt.
Etwa 20 Jahre vorher, 1874, hatte Köhler den „Schillergarten“ in Blasewitz erworben.
 Er veranlasste zahlreiche Erweiterungsbauten am Haus für verschiedene Feste und Feiern. Unter seiner Regie wurde das Restaurant damals zu einer gastronomischen Perle für die aufstrebenden Dörfer östlich von Dresden.

Ein Jahr nachdem das Blaue Wunder eröffnet wurde, verkaufte Köhler den Schillergarten und begann sich für ein neues Häuschen am Schillerplatz zu interessieren.

Genau gegenüber, am Schillerplatz 7, richtete der aus dem Thüringischen stammende Gastwirtssohn ein Café ein, nannte es jedoch vorerst schlicht „Kaffeerösterei mit Kaffeeausschank“. Die Brücke als neue Attraktion und viele ehemalige Stammgäste des Schillergartens verhalfen Louis Köhler zu einem schnellen Aufschwung.
Im Jahre 1901 tauchte das Kaffeehaus erstmals als „Café Toscana“ auf. 
Die einstige Erzherzogin von Österreich
 und Gattin des Sächsischen Kronprinzen Friedrich August III. von Sachsen, Luise von Toskana, war damals Stammgast des Cafés. Es ist also gut vorstellbar, dass er sein Café etwas provokativ nach ihr benannte. Denn sie war gewiss keine gewöhnliche Herzogin.

1902 heiratete die Tochter von Louis Köhler, Henny, den Kaufmann Ernst Heinrich Zimmermann. Mit ihm ging Köhler drei Jahre später eine Gesellschaft ein. Noch im selben Jahr wurde ein Verwandter Heinrich Zimmermanns, der Konditor Eugen Hugo Zimmermann, neuer Besitzer des Cafés.
Es erfolgten erste Umbauten und die Erweiterung um eine Backstube im Keller des Hauses. Er begründete den legendären Ruf für Torten und Süßspeisen des Cafés bis in unsere heutige Zeit.
 Zimmermann kämpfte jedoch auch darum, eine Bierausschank-Erlaubnis zu erhalten. So schrieb er dem Gemeindevorstand 1907: „...in seinem, am Schillerplatz gelegenen Konditorei und Café Toscana ein erstes Bier verabreichen zu dürfen. Zur Begründung meiner Bitte gestatte ich mir den geehrten Gemeindevorstand zu bemerken, dass meine Existenzfrage für die Dauer gefährdet ist. Mein Lokal ist in den Sommermonaten fast leer und es ist mir unmöglich, im Winter das zu verdienen, was ich im Sommer zusetzen muss.“ Die Concession wurde dennoch nur jährlich erteilt. Die Existenz sollte indessen bald nicht mehr in Frage stehen.

1910 beantragte der Darmstädter Konditor Robert Förster die Übernahme des Cafés um es nur ein Jahr später an Franz Alois Lenz 
zu übertragen. Doch auch er vermochte es nicht, das Lokal zu halten.

1916, mitten im Ersten Weltkrieg, wandte sich die Zimmermann verehelichte Marie an den Gemeindevorstand mit der Bitte, die von dem im Dienst des österreichischen Heeres stehenden Pächters des Cafés gehaltene Bier-Concession auf Sie zu übertragen. Dies geschah auch nach einer eher geringen Entschädigung.

Lenz hoffte hingegen, dem Café bald seinen alten Ruf wieder geben zu können.


Die Namensgeberin des Cafés 
war Luise von Österreich-Toskana.

Die hochschwangere Mutter von bereits sechs Kindern floh als Opfer des Hofklatsches 1902 an den Genfer See. Ihre Flucht vom Dresdner Hof war einer der größten Skandale Anfang des 20. Jahrhunderts mit europäischer Tragweite.
 Es wurde gemunkelt, dass der Vater des Ungeborenen der Sprachlehrer ihrer Kinder, Giron, die Liebschaft der Kronprinzessin, war. Ob die neugeborene Prinzessin tatsächlich ein Kuckucksei war, wurde nie aufgeklärt.

Verleumdet und verfolgt, wurde sie bei 
dem Versuch, ihre Kinder wieder zu sehen,
 in Dresden festgenommen. Daraufhin ließ sie sich 1903 von Prinz Friedrich August von Sachsen scheiden.
 Luise von Toskana konnte nach diesem Vorfall nie wieder nach Dresden zurückkehren, doch der Kontakt zu ihrem Café Toscana blieb erhalten.

Der Konditor schickte ihr regelmäßig Dresdner Stollen, Streuselkuchen und Baumkuchen nach Florenz. Sie bedankte sich mit Postkarten für die ausgezeichneten Spezialitäten beim damaligen Kaffeehausbesitzer.

1911 schrieb Luise von Toskana ihre Autobiographie. Es ist die abenteuerliche Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen Prinzessin, nachzulesen im Taschenbuch „Luise von Toscana – Mein Lebensweg“ (an unserer Tortentheke erhältlich).

In den Jahren 1934 bis 1940 wurde das Ehepaar Fritz und Irma Vogel aus Schlesien Pächter des Cafés.
 Anschließend, jedoch nur für kurze Zeit, übernahm der böhmische Konditor Podzimek das Kaffeehaus und wurde gleichzeitig Besitzer des Hauses am Schillerplatz 7.

Ab 1945, nach dem Zweiten Weltkrieg, erhielt Werner Anders einen Pachtvertrag für das Café, ein Jahr später sogar ein Schankrecht für Branntwein.

Die DDR-Zeit – es war Anders

Selbst in den schwierigsten Zeiten blieb das Café Toscana etwas Besonderes. Dennoch war die „Hochphase“ der damaligen DDR gleichzeitig eine schwierige Zeit für das Café. Zwar reichte das Angebot, bedingt durch die Güterknappheit bei Weitem nicht an das vorherige Niveau heran, der Besitzer des Kaffeehauses, Werner Anders, vermochte dennoch über viele Jahre das Renommee des Cafés zu erhalten und sich eine treue Stammkundschaft zu bewahren.

Im Jahre 1948 musste sich Herr Anders jedoch mit der Handelsorganisation (HO) arrangieren. Ein Jahrzehnt danach, 1959, wurde der „Eierskandal“ inszeniert, in dessen Verlauf die HO das Café Toscana übernahm. Kurz vor Ende der DDR waren viele alte Gebäudedenkmäler dem Untergang geweiht. Der Schillerplatz Nr. 7 teilte dieses Schicksal und war schon bald nicht mehr zu halten. Die Bausubstanz verschlechterte sich nach und nach. Der Wintergarten musste aus bautechnischen Gründen geschlossen werden, was den Verlust vieler angestammter Gäste mit sich brachte. 1989 wurde das Café geschlossen.

Auferstanden und erblüht

Im Jahr 1992 wurde unser Familienunternehmen, damals gemeinsam in der zweiten und dritten Generation geführt, neuer Pächter des historischen Cafés am Blauen Wunder.

Mit viel Liebe und nicht unerheblichen Investitionen war es gelungen, Dresden sein Café Toscana zurück zu geben und der Grande Dame der hiesigen Cafélandschaft zu neuer Schönheit zu verhelfen. Auch der beliebte Wintergarten mit Blick auf das „Blaue Wunder“ erstrahlte wieder in hellem Glanz. Wenngleich das Kaffeehaus dazumal noch wegen dessen Dimensionen wie ein Fremdkörper für unsere Konditorei und Bäckerei mit zwei Filialen in Arnsdorf und Radeberg war, wurde es sehr schnell zu unserem Aushängeschild. Wir freuen uns sehr und sind auch ein wenig Stolz darüber, dass wir mit unserer Philosophie an das historische Niveau des Cafés anknüpfen konnten, denn unser Ziel war schon immer „Kreationen schaffen, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern“. So auch schon 1953, als unser Großvater Helmut Eisold unseren Familienbetrieb ins Leben gerufen hat und unser Vater Peter Eisold mit seinem Gespür und Händchen für das Besondere und der Liebe zum Beruf den Weg für unser heutiges Bestehen ebnete. Täglich geben wir für Sie nicht nur unser Bestes in Sachen echter traditioneller Handarbeit, Liebe zum Detail und dem Finden neuer Geschmackserlebnisse. In unserer Backstube wählen wir die hochwertigsten auf dem Markt erhältlichen Rohstoffe von mehrheitlich regionalen Lieferanten aus, teilweise in Bio-Qualität.

Heute wird unser Betrieb noch immer mit der bereits 1953 gefühlten Liebe und den gewohnten Qualitätsansprüchen in der dritten Generation geführt.

Das Café Toscana heute

2016 war ein ganz besonderes Jahr für uns. Zum einen ist die vierte Generation in unser Familienunternehmen eingetreten und zum anderen erhielt unser geliebtes Café Toscana eine wunderschöne Renovierung von Grund auf. Das einzig Unangetastete blieb dabei die Decke des Kaffeehauses. Unsere Absicht war es, die Historie mit der Moderne verschmelzen zu lassen und dennoch dem geschichtlichen Aspekt, den das Café mitbringt, genügend Raum
 zu geben. Schließlich ist das Café Toscana schon immer mit der Zeit gegangen und nie stehengeblieben.

 

Speisekarte
Kontakt & Reservierung

Café Toscana

Schillerplatz 7
01309 Dresden
Telefon: 0351-3100744

Unsere Öffnungszeiten:

Montag - Sonntag  09:00 - 19:00 Uhr

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